Der Südwesten

Am nächsten Morgen brechen wir gestärkt wieder auf Richtung einer Bucht, von der wir von mehreren Seiten schon gehört haben. Es geht über bebuschte Hügel kurvig an der Steilküste entlang. Wir passieren Sartene, die Stadt der Vendetta, und halten bei einem Markt um uns mit Melonen Pfirsichen Tomaten Gurken Speck Käse und Brot einzudecken. Auch Trinkwasser konnten wir bis jetzt immer wieder auffüllen, haben wenigstens dafür noch keinen Müll produziert 😎.

Die Straße wird immer kurviger und schmäler, je mehr wir uns unserem Ziel nähern, und über den letzten Berg dann schon einspurig mit haufenweise Schlaglöchern. Und dann sind wir schon in dieser Bucht angelangt – dort gibt es nichts als diesen Campingplatz, gleich dahinter über eine kurze Holzbrücke durch die Dünen dieser Strand, und eine Strandbar.

Und der war richtig richtig geil. Weißer Sand, klares türkises Wasser, teilweise Felsen die ein bissl hervorragen, oder welche am Strand, ansonsten nur der weiße Sand, a Wahnsinn.

Dann habma noch so aan pipifeinen Stellplatz unterm Baum im Schatten, und trotzdem Blick aufs Meer, fast zu kitschig da. Ob do irgendwas unguat a wor? Mir follt nix ein. Wieder 95% Deitsche 😜. An der Solenzara wors a so. (Woanders halt 60%). Aber halt! Unsere Nachbarn warn allesamt sehr nett und mit dem aanen Bayer mit seine 3 Kinder hobma uns wieder prächtig verstanden, und haufenweise geile Tipps kriagt. Also – wir kommen wieder! 😎

Luisa und ich fahren jeden Tag mit dem SUP an unser Lieblingsplatzl. Dort wird dann getaucht und geschnorchelt, manchmal Wellengehupft, Buchten erforscht, und viele Sandburgen gebaut. Am Nachmittag verziehen wir uns meist zum Bus hinauf, weil da wirst von der Hitz schon ein bissl Ding. Tamisch.

An einem Nachmittag machen wir einen kleinen Ausflug nach Porto Pollo, Einkaufen und Wasser holen und Gegend anschauen und einihupfn natürlich.

An einem anderen Tag paddle ich mit dem SUP hinaus zu einer FETTEN Yacht, die schon seit zwei Tagen da vor unsrer Bucht liegt, war dann aber doch sehr weit aufs Meer weil das Ding nämlich noch viel größer war als gedacht. Das war dann die „Leander“, so a 70m Milliardärsyacht. Hab aber keine Politiker, die sich gerade bei einer krummen Tour filmen lassen wollen, entdecken können. Wind und Wellen zwingen mich dann wieder Richtung Küste.

Hier in dieser Bucht haben auch die schon vor Tagen beschriebenen nächtlichen Erlebnisse mit dem Leuchtplankton stattgefunden, die von manchen schon als Einfluss guter Drogen abgetan wurden. Und zwar bei ruhiger See jede Nacht 🤪

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